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Jugendhilfeeinrichtung für unbegleitete Flüchtlingskinder

 

Internationale Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Nazareth (IKJN)

Hilfe zur Erziehung nach § 34 SGB VIII

  

Vorgeschichte

Ausgehend von der Erfahrung und Begleitung von minderjährigen vietnamesischen Kindern und Jugendlichen, die zwischen den Jahren 1982 bis 1998 als "boat-people" ohne Eltern nach Europa geflohen sind, betreiben wir seit 1998 eine Jugendhilfeeinrichtung für unbegleitete Flüchtlingskinder verschiedenster Nationen. Sie kommen aus allen Krisengebieten der Welt. Ihre Eltern und Familien sind oft im Heimatland geblieben oder auch verschollen.

Die langjährige Erfahrung bis 1999 in der Betreuung von Flüchtlingsfamilien aus über 40 verschiedenen Nationen befähigt uns mit dieser Gruppe von Jugendlichen fachlich kompetent umzugehen. Der kulturelle Reichtum, den wir durch die intensive Begleitung der Menschen täglich erfahren, bereichert uns in unserer Arbeit.

 

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Rechtliche Grundlagen

Die Aufnahme der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) erfolgt im Rahmen des § 34 SGB VIII.

 

Aufnahme

Aufgenommen werden Kinder vom vollendeten 5. Lebensjahr (6 Jahre) bis zum vollendeten 17. Lebensjahr (18 Jahre). Auch die Hilfe über das 18. Lebensjahr hinaus nach § 41 SGB VIII gehört mit zum Leistungsangebot unserer Einrichtung.

Für Kinder, die in der IKJN aufgenommen werden, gelten folgende Kriterien:

Sie sollen:

  • das Ziel haben, mit Unterstützung des Teams eine Schul- und Berufsausbildung abzuschließen,
  • unter Anleitung Selbständigkeit erlernen, wie z.B. Kochen, Waschen, Putzen, Behördengänge usw.,
  • Arbeitsaufgaben in der Wohngemeinschaft des Hauses übernehmen und wahrnehmen,
  • die Hausordnung akzeptieren und einhalten,
  • regelmäßig am Schul- und Nachhilfeunterricht teilnehmen,
  • ihre Bereitschaft erklären, in einer Gruppe von Jugendlichen mit anderen Nationalitäten zu wohnen

 

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Aufnahmeverfahren

In der Regel setzt sich das einweisende Jugendamt mit der Projektleitung vom IKJN des Sozialwerkes in Verbindung und erkundigt sich nach der Aufnahmemöglichkeit für ein Flüchtlingskind.
Es wird ein Termin vereinbart, zu dem das Jugendamt das Kind in der Einrichtung vorstellt und der junge Mensch sich einen ersten Eindruck über sein mögliches neues Zuhause verschaffen kann.
In diesem Gespräch werden Hintergründe und persönliche Daten des Kindes besprochen und es wird über das Leben und Zusammenleben mit den anderen Kindern in der Wohngruppe informiert.
Nach diesem Gespräch kann eine Probezeit vereinbart werden, in der sich das Kind von der Einrichtung ein differenzierteres Bild machen und einschätzen kann, ob es bereit ist, die Ziele und Ordnung in der Gruppe anzunehmen.
Die Gruppenleitung orientiert sich bei der Beurteilung der Frage, ob das Kind aufgenommen werden kann u.a. daran, ob die Gruppe ebenso wie das Betreuungsteam der besonderen Problematik des Kindes gerecht werden kann.

 

Ausschlusskriterien

Kinder und Jugendliche können nicht aufgenommen werden, die alkoholabhängig, drogenabhängig, geistig behindert oder psychisch erkrankt sind.

 

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Aufgabe der internationalen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Nazareth

In der „Internationalen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Nazareth“ (IKJN) für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) werden Kinder aus allen Teilen der Welt aufgenommen, deren Bleiberecht in der BRD noch nicht abschließend geklärt ist und die auch nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden können. Trotz dieser zum Teil schwierigen ausländerrechtlichen Situation ist unsere Jugendhilfeeinrichtung bestrebt, pädagogische und integrative Arbeit zu leisten, ein Stück Familienersatz zu sein und diese jungen Menschen in das schulische und gesellschaftliche Leben zu integrieren. Zudem unterstützen wir sie bei täglichen Abläufen und Behördengängen. Die Trennung von der Familie bringt vielfältige Nöte und Spannungen mit sich. Die persönliche Begleitung verfolgt das Ziel, jedem uns anvertrauten Kind eine gute Schul- bzw. Berufsausbildung, sowie einen soliden Sozialstatus zu ermöglichen. Das Erlernen der deutschen Sprache und das Training von Sozialkompetenzen erleichtern den Jugendlichen das Einleben bei uns. Auffallende Mühe und großer Ehrgeiz zeichnen diese Jugendliche oftmals aus. Dies steht häufig im Zusammenhang mit dem schmerzlichen Verlust von Familie, Heimat und Identität.

 

Download

Folgende Dokumente können als pdf-Datei heruntergeladen werden:

 

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